Martina Heine
Tierkommunikation

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Protokoll: Schwein "Hope"

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Gespräch mit Schwein „Hope“

Meine Tochter Vivien wohnt auf einem kleinen Bauernhof. Ende Juni 2008 wurde sie sozusagen über Nacht zur Schweinebesitzerin.
Das Schwein „Hope“ ist nicht mehr gewachsen und sollte daraufhin von seinem Bauern weggegeben werden. Meine Tochter hat es daraufhin adoptiert.
Nach ca. 2 Wochen hat Vivien mich gebeten mit „Hope“ zu sprechen um sie besser zu verstehen.
Dabei wurde so einiges klar !!

„Hallo Hope, ich bin die Mama von Vivien, das Mädchen, das dir immer Bananen bringt. 
Darf ich mit dir reden?“

„Ja, das darfst du. Sie hat gesagt, du meldest dich. Ist schön etwas zu hören.“ 

„Kennst du deinen Namen?“
„Ja, sie sagt ihn immer zu mir. Das gefällt mir. Wir haben sonst keine Namen. Alle sind gleich. Wie eine Nummer. Aber sie spricht mich an, das gefällt mir.“

„Magst du Vivien, das Mädchen, das dich füttert?“
„Ja, sie ist lieb, sie bringt mir Dinge, die lecker sind. Die anderen sind schon sauer, sie sagen: immer du. Ich genieße es. Ich bin anders. Bin sehr feinfühlig. Sie weiß es. So langsam habe ich Vertrauen gefasst. Sie kommt immer rein, ich warte schon. Das ist schön. Ich freue mich. Die anderen Menschen kümmern sich auch. Aber sie ist anders. Sie möchte, das es mir gut geht.“

„Warum bist du so stürmisch?“
„Weil ich es kaum erwarten kann, das sie jetzt bei mir ist. Ist alles so neu. Die Menschen kommen so selten rein. Sie versorgen uns, geben uns Futter und Gras und gehen wieder. Die Zeit ist so lang dann. Ich freue mich auf das Mädchen. Alle freuen sich. Sie ist freudig und lustig. Sie ist gut. Sie sieht uns an und sieht die Tiere in uns und unsere Seelen. Wir sind alle sehr wichtig hier. Die Menschen brauchen uns. Aber viele achten uns nicht. Sie schon. Du auch. Du achtest die Wesen. Habe ich sofort gemerkt. Auch als du die Mutter (Zuchtschwein) angesehen hast. Sie hat gesagt: die Frau hat so gute Augen. Sie ist sehr lieb, sie ist gut, sie weiß Bescheid über uns Tiere. Das hat sie gesagt. Und es stimmt. 
Vivien und du, ihr seid für uns da. Für die Tiere und die Menschen, die dazugehören. 
Ihr seid wertvoll. Macht so weiter. Das ist das, was ich euch sagen möchte!“

„Was hat es zu bedeuten, wenn du dein Maul so weit aufreißt?“
„Angst !!! Ich habe Angst, etwas falsch zu machen. Ich weiß nicht, was sie erwartet von mir. Ich möchte ihr etwas zurückgeben. Sie gibt viel, macht sich viele Gedanken um mich. Ich habe so wenig zu geben, ich möchte mehr geben, ich bin dann so aufgeregt und reiße dann mein Maul so weit auf. Werde daran arbeiten, es zu lassen. 

„Möchtest du bald mal raus aus dem Stall?“
„ Das macht Angst !! Ich weiß, es gibt da was draußen, eine andere Welt. Es ist zu spüren, wenn wir Gras bekommen. Die Welt dort draußen ist aber voll Gefahr für uns. Das sagen die Vögel. Sie sagen: es ist schön hier draußen, an der Luft und im Himmel. 
Sie können ja immer wegfliegen. Wir sind eingesperrt, ausgeliefert. Immer irgendwie in Angst, kommen sie auch heute, bekommen wir Futter? Wir sind völlig den Menschen untergeben. So ist das. Das geht zur Zeit nicht anders. Es wäre schön mal raus zu gehen, aber was sage ich den anderen. Das ist ungerecht. Ich muss so schon viel ertragen, weil sie immer zu mir kommt. Die anderen Schweine möchten auch so einen Menschen haben. Ganz für sich alleine!“

„Weißt du, das es noch mehr zu sehen gibt als deine Box?“
„Ja, ich weiß. Nicht nur vom erzählen. Ich war schon mal da. Als Hund und habe Freiheit gehabt. Den ganzen Tag rumtollen, draußen sein, spielen, aufpassen. Auch mit meinem Herren. Das war schön. In diesem Leben bin ich eingesperrt. Das muss ich auch mal lernen. Also weiß ich auch, wie es draußen ist. Nicht nur von den Vögeln.“

„Kannst du dir vorstellen mit Vivien an der Leine rauszugehen?“
„ Nein, das geht nicht. Das macht mir Angst. Angst vor dieser Verantwortung. Ich habe Angst, wenn ich Angst bekomme, das sie es mit mir nicht schafft. Sie sollte mich im Stall lassen. Wenn ich erst wieder draußen war, an der Luft, im Freien, auf der Erde stehen oder Gras, erinnere ich mich wieder, wie es mal war. Dann kann ich ja kaum zurück in den Stall. Das halte ich dann nicht mehr aus. Daran gehe ich dann kaputt. Und die anderen schauen zu, das geht nicht.“

„Wie findest du Malou, den Hund?“
„Blöd ! Sie ist so kläffig und nicht nett zu uns. Sie führt ein ganz gutes Leben. Das weiß sie aber auch. Sie spielt viel, sie lacht dann und ist glücklich. Sie spielt und lacht und läuft. Sie liebt die Menschen. Besonders Vivien. Das hat sie gesagt. Darum ist sie so eifersüchtig auf mich.“

„Was möchtest du gerne fressen?“
„ Hartes Brot, ganz klein. Birne, Bananen, mal was kaltes wenn es so warm ist. Gurke ganz kalt, oder so. Aber die anderen sind dann sehr traurig. Sie möchten dann auch etwas. Das tut mir leid. Ich teile gerne, damit sie es auch mal probieren können.“

„Magst du es, wenn man dich an den Ohren und an der Brust schubbert?“
„ Jaaa, das ist schöön. Das mag ich sehr, besonders an den Ohren. Aber ich bin ja oft so aufgeregt und dann bin ich so heftig, das ich es gar nicht so genießen kann.“

„Hast du vor etwas Angst?“
„ Laute Geräusche, ich sehe ja nichts. Und wenn es so laut ist und ich weiß nicht, wo es her kommt, das macht Angst. Auch wenn so viele Menschen da sind. Wir haben Angst, sie holen uns, wenn wir schlafen. Habe Angst, nicht zu genügen. Ich bin klein und der Mann hat gesagt: die taugt nichts. Die muss weg. Die nimmt den Platz weg. Die bringt nichts. 
Da hatte ich Todesangst. Dann kam das Mädchen und hat den Mann gefragt ob sie mich haben kann. Er hat gelacht und gesagt: dann nimm sie doch. Taugt ja eh nichts. 
Das hat sehr weh getan. Menschen sagen : du taugst nichts. Aber warum? Ist es wichtig, groß zu sein oder schwer? Warum ist das so? Ich bin nicht ganz gesund. Das weiß ich. Ich weiß auch, da ist etwas in meiner Brust, das tut weh, mein Herz tut manchmal weh. Ich glaube, deshalb bin ich auch so klein. Die anderen sind schon lange weg. Ich bin noch da. Es ist wichtig, das viele Menschen von mir wissen. Es ist wichtig, dass Menschen wissen, wie wir sind. Wir haben alle eine Seele. Alle sind gleichberechtigt. Wir sind alle unterschiedlich und nicht gleich obwohl wir gleich aussehen. Das Mädchen weiß es und du auch. Sagt es den Menschen, damit sie umdenken. Darum habe ich einen Herzfehler, damit ich das jetzt sagen kann. Ich habe gehofft, ich kann es sagen. So hat mein Leben einen Sinn, einen richtigen Sinn. Und das ist schön.“

„Warum beisst du Vivien in die Hose oder die Schuhe?“
„ Weil sie bleiben soll. Ich will sie behalten. Sie drückt mich weg. Ich vergesse oft, das sie so klein ist und weiß gar nicht, das ich so stark bin. Woher auch. Ich weiß es nicht. Es tut mir leid. Aber es ist so schön, wenn sie da ist. Sie ist meine Retterin. Ich möchte mich bedanken. Sag das so, ja . Ich freue mich und sie auch. Und dann will ich sie bei mir behalten. Sie soll erzählen, von draußen und so. Es ist schön, wenn sie erzählt. Das mag ich.“

„Warum springst du Vivien an?“
„Ich will bei ihr sein. Ich will auch ihre Augen sehen. Sie freut sich so, dass weiß ich. Ich bin immer ganz aufgeregt, wenn ihr Auto kommt. Dann höre ich sie schon draußen. Sie ist wild und stürmisch. Aber manchmal auch traurig, wenn sie uns so ansieht. Sie schaut die Mutter an und sagt: du bist eine ganz Gute, hast schon so viele Babys bekommen. Du bist so gut.
Es tut ihr leid, so viele Abschiede, so viele, die gehen. Das ist schwer. Sie sieht es der Mutter an und hat Tränen in den Augen, das sehe ich und will dann ganz nah sein, bei ihr . Und dann springe ich hoch.“

„ Wieso gehst du mit deiner Nase in ihr Gesicht?“
„ Zum schnüffeln. Sie riecht so gut. Sie hat viel an sich, von draußen und so. Es passiert draußen so viel, das kriegt sie mit und ich will es wissen, was so los ist. Darum komme ich so nah ran.“

„Warum beisst du sie in die Hose und zerrst dran?“
„ Sie soll da bleiben. Ich mag sie so. Dann merke ich, dass es ihr Angst macht. Und ich versuche, es zu lassen. Habe soviel Kraft, wohin auch damit.“

„Hope, möchtest du mir jetzt noch etwas sagen, was du auf dem Herzen hast?“
„Nein, es war schon so viel. Sag es den Menschen da draußen, dass sie uns behutsamer behandeln sollen. Wir sind sehr empfindsam. Sie sollten sich überlegen, mit uns besser umzugehen. Wir bekommen hier alles. Futter und so. Aber was uns fehlt, ist Freiheit. Frei sein und das alles. Auch mehr mit dem Menschen sein. Mehr sehen und riechen. Die Luft fehlt uns. Die kurze Zeit, die wir hier sind, besser zu leben, mit den Menschen, denn wir sind da für Menschen. Wir geben viel, bekommen oft wenig!! Es wäre schöner, es wäre anders. Dann könnten wir alle unser kurzes Leben besser genießen. Das ist das, was ich zu sagen habe. Dafür bin ich hier. Deshalb ist mein Herz auch so klein, weil es so weh tut, so ein eingeschränktes Leben zu führen! Wir sind sehr bescheiden, möchten doch gar nichts unerfüllbares. Es war schon mal anders, dass weiß ich. Es gab Schweine, die durften nach draußen zum buddeln. Das wäre so schön, es zu machen. Alle die hier sind, raus gehen, buddeln, wälzen. Einmal im Regen stehen oder in der Sonne, das wäre schön. Dann ist auch unser Fleisch besser, friedlicher. Dann gibt es auch friedlichere Menschen. Alles ist miteinander verbunden. Wir alle. Das ist das, was ich uns allen wünsche. Mehr Frieden und mehr Qualität. Das schafft für alle Zufriedenheit und Liebe. Das war mal so und das soll wieder so sein. Dafür leiden wir alle. Alle Tiere, die nicht die Sonne sehen, für die Tiere, die nachkommen, damit sie die Sonne wieder sehen. So ist das.“

„Hope, möchtest du jetzt noch etwas sagen, oder ist alles gesagt?“
„Es ist alles gesagt!“

„Dann bedanke ich mich bei dir ganz herzlich und gebe alles so Wort für Wort an Vivien weiter. Du bist so schlau und gut. Ich hatte mir gedacht, dass alles einen Sinn haben muss, weil du so klein bist und Vivien jetzt an deiner Seite ist. Ich sage D A N K E aus vollem Herzen und werde dafür sorgen, dass viele Menschen diese Mitteilung lesen werden. Ich danke dir, hoffentlich konnte ich dir und Vivien so helfen. Schön das es dich gibt! 
Vielen Dank für dein Vertrauen. Ich gebe es weiter, damit wir Menschen davon lernen können, damit wir wieder zurückkehren dorthin, wo wir mal waren, um wieder demütiger und dankbarer den Tieren gegenüber zu werden! -
Danke Hope!“


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